Aus Wikipedia über Burkina Faso
Burkina Faso (deutsche Aussprache: []) ist ein Staat in Westafrika, der im Inneren des Nigerbogens liegt und an
Mali,
Niger,
Benin,
Togo,
Ghana sowie die Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) grenzt. Die ehemalige französische Kolonie Obervolta erlangte am 5. August 1960 unter diesem Namen ihre Unabhängigkeit. Am 4. August 1984 wurde der Name des Landes unter Präsident Thomas Sankara in
Burkina Faso („Land der ehrenwerten Menschen“ oder „Land der Aufrichtigen“) geändert. Der vorwiegend flache Binnenstaat mit Anteilen an den Großlandschaften
Sudan und Sahel ist durch tropisches Klima und verschiedenartige Savannenlandschaften geprägt. Administrative und kulturelle Hauptstadt des 13. 730. 258 Einwohner (Zensus 2006) zählenden Landes ist die zentral gelegene Millionenstadt Ouagadougou. Etwa die Hälfte der Burkiner (Burkinabe) zählt zur politisch dominierenden Ethnie der Mossi, die bis zur Kolonisierung durch
Frankreich Ende des 19. Jahrhunderts in mehreren streng hierarchisch organisierten Reichen lebten. In
Burkina Faso werden etwa 60 einheimische Sprachen gesprochen, der Islam ist neben den traditionellen Glaubensvorstellungen die meistpraktizierte Religion. Nach einer Phase politischer Instabilität mit zahlreichen Putschen kam es 1983 zur Revolution des panafrikanistisch-sozialistisch orientierten Thomas Sankara.
Burkina Faso gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, zeichnet sich heute aber durch eine gewisse Stabilität und die kulturelle Vielfalt der friedlich zusammenlebenden Ethnien aus. Regelmäßig wiederkehrende Dürreperioden sorgen oft für große Not der hauptsächlich als Bauern lebenden Bevölkerung. Präsident ist seit 1987 Blaise Compaoré, der das Land seit dem Putsch gegen Sankara semiautoritär regiert und stabile Verhältnisse zugunsten ausländischer Investitionen geschaffen hat.
Burkina Faso richtet unter anderem das alle zwei Jahre stattfindende panafrikanische Filmfestival FESPACO aus.